Dein Weg ist dein Ziel- Nehme mit Yoga deinen Weg bewusst wahr!

Dein Weg ist dein Ziel- Nehme mit Yoga deinen Weg bewusst wahr!

Yoga ist zu einer Zeit zu mir gekommen, wo es mir ziemlich schlecht gegangen ist. Ich fühlte mich getrieben und innerlich leer. Die Ärzte haben bei mir ein „Burnout“ diagnostiziert und mir geraten, dass ich lernen sollte mich wieder zu entspannen. Ich könnte ja mal Yoga ausprobieren, wurde mir gesagt.

Damals wusste ich nicht genau, was damit auf mich zukommen würde. Ich dachte dass ich irgendeinem esoterischen und religiös dogmatischen Verein beitreten würde. Ich probierte es erst einmal beim Unisport und konnte die ganze Sache in der ersten Stunde nicht ganz ernst nehmen. Bei der „Löwen“- Asana platze das Lachen nur aus mir heraus. Ich dachte mir, oh Gott was tust du hier eigentlich, damit machst du dich doch total lächerlich.

Dennoch bin ich dran geblieben, ich habe mir vorgenommen es weiter auszuprobieren und nicht so schnell aufzugeben. Leider war ich damals viel zu sehr im Außen und nicht bei mir, so dass ich mir in einer der Yogastunden eine Verletzung zu gezogen habe. Die Yogalehrerin hat nicht ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man in den einzelnen Asanas nur soweit gehen sollte wie man gehen kann. Heute weiß ich, dass es wichtig ist seine eigenen Grenzen wahrzunehmen und zu stoppen, wenn man diese spürt. Zu der Zeit als es mir nicht so gut ging, habe ich aber das Leistungsdenken aus meinem Alltag mit auf die Matte genommen. Ich habe darauf geschaut, wie weit die Anderen so in ihren Dehnungen kommen, mich übernommen und mir dabei eine starke Zerrung zugezogen, die im Zusammenhang mit zuvor anderen anatomischen Problemen, in Form eines chronisches Schmerzes geblieben ist. Das heißt meine Sehnen sind dauerhaft gereizt, meine Muskeln verhärtet und mein Nerv eingeklemmt. Ich möchte aber betonen, dass das nicht nur die Folge vom Yoga gewesen ist, sondern dass ich daraus gelernt habe, wie wichtiges es ist, achtsam mit sich umzugehen. Meine vorherige gesundheitliche Situation war vorbelastet und ich habe wie gesagt, das Leistungsdenken mit auf die Matte genommen. Man sollte bei jeglicher sportlicher Aktivität und auch nicht nur dort, sondern auch im Alltag auf sich uns seine Grenzen achten. Yoga hilft definitiv dabei, beruhigt den Geist und schafft Verbindung zu sich selbst. Yogalehrer sollten meiner Meinung nach, aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass man gut auf sich selbst achten sollte. Gerade für Neulinge ist es wichtig zu wissen, langsam in die Dehnung zu gehen und nur soweit es möglich ist. Nichts sollte erzwungen werden!

Seither habe ich zwar chronische Schmerzen, dennoch bin ich nicht vom Yoga abgekommen. Mit der Zeit durfte ich lernen, Grenzen zu akzeptieren und habe ein feinfühligeres Gespür für mich selbst entwickelt. Ich habe die positive Wirkung vom Yoga wahrgenommen und mir ist bewusst geworden, dass Yoga durch die Konzentration auf den Atmen, Verbindung zwischen meinem Körper und meinem Geist schaffst, zwischen meinem Inneren und dem Äußeren. Yoga ermöglicht den Frieden in mir zu festigen und diesen auch nach Außen zu tragen. Dank Yoga nehme ich meinen Weg bewusster wahr und schätze jeden einzelnen Schritt wert.

Übrigens: Ich habe auch mal wieder gelernt, dass man Dinge nicht gleich in eine Schublade stecken sollte, sondern dass es sich lohnt sich viel öfter mal mit seiner kindlich neugierigen und nicht sofort wertenden Seite zu verbinden.

Momentan bin ich auf dem Weg Yogalehrerin zu werden:)

Wie ergeht es dir beim Yoga? Hast du mit Verletzungen auch Erfahrung gesammelt? Wie war dein Yoga-Weg? Gerne kannst du deine Gedanken teilen, ich freue mich!

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