Bewusst pflanzlich Schritt für Schritt

Bewusst pflanzlich Schritt für Schritt

Nahrung hat einen enormen Stellenwert auf unseren Energiehaushalt. Wenn du dein Leben verändern, mehr Energie haben willst und leichter durch Lebens gehen möchtest, solltest du unbedingt auch einen Blick in deinen Kühlschrank werfen. Mach ihn danach zu, lese diesen Artikel und schaue noch einmal in deinen Kühlschrank. Ich denke, dass du einiges verändern wirst. Aber schaue selbst!

Hätte mich vor rund 4 Jahren jemand gefragt, was vegan bedeutet, hätte ich wohl mit den Schultern zucken müssen. Heute ist mir die bewusste pflanzliche Ernährung wichtiger als je zuvor. Ich weiß noch ganz genau als mir ein guter Freund 2012 mitteilte, dass er ab sofort Vegetarier wäre. Ich war ganz überrascht und auch ein wenig beeindruckt und fragte Ihn, was er dann alles essen könnte. Schließlich würde durch den Verzicht auf Fleisch so viel an Optionen wegfallen. Heute muss ich darüber lachen. Ich bin zwar nie großer Fleischfan gewesen und habe retrospektiv seit meiner Kindheit Abneigung gegen Fleisch gehabt und habe es nie wirklich gerne gegessen. Mir wurde jedoch vermittelt, dass es normal wäre Fleisch zu essen und dass es ein wichtiger Bestandteil ist, um gesund zu bleiben. Aus jetziger Sicht für mich ein Irrglaube….

2013 änderte sich nach meiner Amerikareise (New York) in meinem Leben diesbezüglich einiges. Der Fleischkonsum dort ist noch einmal um einiges höher als in Deutschland. Es war kaum möglich, eine Mahlzeit ohne Fleisch zu bekommen, geschweige denn etwas bezahlbares, gesundes zu finden. Das hat mich irgendwie an den Film Super Size Me erinnert, wo die Fastfood Industrie kritisch betrachtet wird und gesundheitliche Folgen des hohen Fleischkonsums beleuchtet werden.

Ich habe 2013 angefangen einige Dinge in meinem Leben zu ändern und habe mir nach meinem Urlaub viele Fragen bezüglich meines Essverhaltens gestellt:

 

  • Warum isst du eigentlich Fleisch, wenn du davor einen gewissen Ekel hast und es dir auch nicht sonderlich schmeckt?
  • Warum isst du eigentlich Fleisch, wenn dein Grundsatz lautet: Sei friedvoll zu allen Lebewesen und du selbst kein Tier töten könntest?
  • Warum isst du eigentlich Fleisch, wenn du gesund und vital sein möchtest?
  • Warum isst du eigentlich Fleisch, wenn du die Massentierhaltung nicht unterstützen möchtest?

 

Für alle diese Fragen hatte ich keine guten Gegenargumente und ich merkte, dass ich aus meinem Herzen heraus vermutlich schon viel früher Vegetarierin geworden wäre. Das Konzept war jedoch in meinem Verwandten- und Freundeskreis nicht sonderlich verbreitet, sodass ich der „Masse“ zunächst entsprechen wollte. Wie aber bereits gesagt, habe ich 2013 angefangen mein Leben in die Hand zu nehmen und zu verändern. Ich habe beschlossen, dass ich meinem Herzen und nicht mehr meinem Verstand folgen wollte. Ich wollte mich von den Einstellungen der „Masse“ befreien und meinen eigenen Weg finden der mich aus meinem Leid befreit. Somit habe ich angefangen viel über Gesundheit, Ernährung und einen ausgeglichenen Lebensstil zu lesen. Die Bücher, die ich gelesen habe, kamen auf meinem Weg zu mir, fast wie ganz selbstverständlich. Ich habe mich dabei auch für den Säure-Base- Haushalt interessiert, da die meisten Menschen im Zuge ihrer schnelllebigen Essgewohnheiten dazu neigen, zu übersäuert zu essen. Hieraus können verschiedene Krankheiten resultieren. Ebenso habe ich viel darüber gelesen, welche Lebensmittel besonders gut für unseren Organismus sind.

Ich habe mich somit dazu entschlossen auf meinem Weg heraus aus der Dunkelheit zurück ins Licht und mehr Energie, auf Fleisch zu verzichten. Stattdessen habe ich angefangen mich von Obst und Gemüse, Getreide und Hülsenfrüchte, Milchprodukten und Fleischersatzprodukten ernährt. Meine Wissbegierde befand sich seither in einem stetigen Wachstum und ich habe immer mehr gelesen; einiges auch über die Nahrungszubereitung von konserviertem Essen und Konservierungszusätzen, die überflüssig und schädlich sind. Nach ca. ½ Jahr habe ich mich entschlossen meinen Lebensstil noch etwas mehr zu „radikalisieren“ und habe vermehrt darauf geachtet, frisch einzukaufen und habe ebenso im Supermarkt angefangen die Zutatenlisten der Produkte durchzulesen. Mir wurde immer mehr klar: Du bist, was du isst! Und wir als Verbraucher haben die Wahl und bestimmen die Nachfrage. Warum also so passiv und bescheiden?

Ende des Jahres habe ich mich dann hauptsächlich bewusst pflanzlich ernährt. Ich habe immer mehr aufgehört Milchprodukte zu mir zu nehmen, da ich mir bewusst wurde dass ich meinem Körper nicht unnötig übersäuern möchte und ebenso durch zugefügte Antibiotika und Stresshormone der tierischen Produkte nicht belasten möchte. Durch den Verzehr von tierischen Produkten nimmt unser Organismus diese jedoch auf! Zu Anfang habe ich gedacht, dass es nicht einfach wäre darauf zu verzichten, da ich Jogurt über alles geliebt habe. Im Vergleich zur Umstellung vom Fleischesser zum Vegetarier ist mir die Umstellung auch etwas schwieriger gefallen, da es Heißhungerattacken auf Jogurt gab. Erstaunlicherweise haben sich diese jedoch schnell eingestellt. Nach einigen Wochen der Nahrungsumstellung und meinem Vorsatz wieder Bewegung in mein Leben zu bringen, haben mich viele Leute angesprochen, da sich mein Körper und mein Hautbild beträchtlich verändert haben.

Auf die Frage, wie ich mich ernähre, wusste ich zu Anfang auch nicht die richtige Antwort, da ich gemerkt habe, dass einige Menschen dogmatische Bilder von Veganern etc. in ihren Köpfen haben. Ist man nur Veganer, wenn man konsequent auf tierische Sachen in seinem Leben verzichtet? Dann müsste man auch seine Lederschuhe, seine Ledergeldbörse, seine Ledergürtel weg tun, auf Wein verzichten und Honig meiden.

Ich für meinen Teil liebe Honig und habe auch nur gutes über dessen Wirkung gelesen, sodass ich darauf nicht verzichte. Ebenfalls habe ich noch keine radikalen Schritte eingelegt, was Veganismus in meiner Kleiderwahl anbelangt. Auf die Frage, wie ich mich ernähre, sage ich nun: bewusst pflanzlich. Ich prüfe auch immer wieder was für mich stimmig ist und sage mir dabei Schritt für Schritt, nichts muss auf einmal und Schritte sind änderbar. Wie ich mich in Zukunft ernähren werde, kann ich nicht 100% sagen. Ich höre immer wieder auf meinen Körper und versuche innerliche und äußerliche Faktoren und Veränderungen einzubeziehen. Eins ist jedoch klar, mein Bewusstsein für gesunde Nahrung wird bleiben!

Wie ernährst du dich? Welchen Weg bist du bei der Umstellung deiner Gewohnheiten gegangen? Ich freue mich über eure Anmerkungen und Geschichten!

PS: Ich hoffe, dass dein Einkaufskorb etwas bunter aussieht als die Ausbeute auf dem obigen Bild;)

 

 5 Tipps auf dem Weg zu einer pflanzlich bewussten Ernährung:

 

  • Sei geduldig mit dir selbst, Gewohnheitsveränderungen brauchen etwas Zeit.                                     —>Meine Divise: Step by step!

 

  • Versuche es am Anfang mit 1-2 „veganen“ Tagen in der Woche

 

  • Iss möglichst viel Obst und Gemüse und so bunt wie es nur geht. Das erfreut nicht nur deinen Körper, sondern die Farbvielfalt bringt deiner Seele auch ein wohltuendes Gefühl

 

  • Probiere zu Anfang möglichst viel aus! Wage auch neue Geschmackserlebnisse bei Obst und Gemüse, denn Geschmäcker ändern sich und ich bin mir sicher du entdeckt viel Neues für dich

 

  • Lese viel zu dem Thema Ernährung und tausche dich mit anderen aus, umso dein Wissen zu vertiefen und zu erweitern

 

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